Hochzeitsgeschenke

Die japanische Hochzeitstradition

Bevor der Bräutigam selbst Hochzeitsgeschenke bezieht, muss dieser in Japan zunächst selbst tief in die Tasche greifen. Ein Verlobungsgeschenk in Höhe von drei Monatsgehältern ist durchaus üblich, um die zukünftigen Schwiegereltern aber auch Ehefrau zu beeindrucken. Des Weiteren werden, auch an nicht zur Hochzeit geladenen Nachbarn und Bekannte, kleine Snackpakete, bestehend aus Keksen und Chips, verteilt.

Nach der Hochzeitszeremonie erhalten die Hochzeitsgäste als Dankeschön ein kleines Präsent, das „hikide-mono“ ähnlich den europäischen Gastgeschenken. Eine individuelle Note ist bei den Geschenken ist in Japan besonders wichtig, entsprechend liegen die Ausgaben pro Gast bei bis zu 50 Euro.

Die Hochzeitsgeschenke der Gäste für das Brautpaar sind üblicherweise Geld. Die Höhe hängt stark von der Beziehung des jeweiligen Gastes zum Hochzeitspaar ab oder steht ggf. sogar bereits als fester Betrag in der Hochzeitseinladung. Üblicherweise werden neue Geldscheine verwendet und in einem speziellen Umschlag, dem „shugi-bukuro“ überreicht.

Die japanische Hochzeitstradition

Das Brautkleid bzw. die Brautkleider

Die Braut trägt während einer traditionell-japanische Hochzeit insgesamt drei unterschiedliche Brautkleider. Während der Hochzeitszeremonie wird das traditionelle Hochzeitsgewand, bestehend aus einer Seidenhaube, einem Kimono, einem langen darüber getragenem Gewand, Tabi-Socken und Sandalen. Das komplette traditionelle Gewand ist dabei in weiß gehalten. Diese Farbe symbolisiert neben der Reinheit der Braut auch ihre Bereitschaft sich der „Farbe“, also der Lebensweise, des Bräutigams bzw. ihres neuen Heimes anzupassen. Nach der Zeremonie legt die Braut das traditionelle Hochzeitsgewand ab und zieht für die anschließende Feier entweder einen weißen Kimono oder ein weißes Brautkleid an. Während der Feier verlässt die Braut das Fest, um sich ein letztes Mal umzuziehen. Um ihren Eintritt in das alltägliche Leben als Ehefrau zu demonstrieren, trägt sie nun einen bunten Kimono oder ein buntes Abendkleid.

Hochzeitstorte

Die traditionelle japanische Hochzeitstorte ist eine reine Attrappe. Sie besteht aus Pappmachee und sonstigen weiteren Materialien, die zu einer riesigen Torte zusammengebastelt werden, In die Torte werden verschiedene Spezial- bzw. Überraschungseffekte wie beispielsweise Böller und Raketen eingearbeitet, das eigentliche Ziel der Torte. Neben dieser Überraschungstorte gibt es natürlich auch noch eine essbare Hochzeitstorte.

Die japanische Hochzeitstradition

Die Hochzeitszeremonie

Die eigentliche Hochzeitszeremonie findet zumeist im Sinne der Shinto-Religion in einem besonderen Shinto-Schrein statt. Üblicherweise ist bei dieser Zeremonie nur der engste Familienkreis anwesend. Der Shinto-Priester segnet das Brautpaar und führt eine spirituelle Reinigung durch. Anschließend spricht der Bräutigam einen Eid, seiner Frau ein treuer und sorgsamer Ehemann zu sein. Zum Abschluss der Zeremonie trinkt das Brautpaar gemeinsam noch aus drei Schälchen vom Priester geweihten Sake (Reiswein).

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