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Deutsche Hochzeitsbräuche

In Deutschland gibt es eine ganze Reihe an Hochzeitsbräuchen, die immer wieder gerne von Brautpaaren und Gästen aufgegriffen werden. Dabei sind einige Klassiker auf beinahe jeder Hochzeitsfeier zu finden, wohingegen andere Traditionen weniger bekannt sind. Viele Bräuche variieren zudem von Fest zu Fest oder je nach Region.

Vor der Hochzeit

Der Antrag

Während früher meistens Männer einen Heiratsantrag machten, wagen heutzutage immer häufiger auch Frauen den ersten Schritt. Auf der sicheren Seite sind dabei Bräute, die Ihrem zukünftigen Bräutigam am 29. Februar, also während eines Schaltjahres, die entscheidende Frage stellen. Der Brauch besagt, dass der Mann einen Antrag an diesem Tag nicht ablehnen darf. Macht er dies doch, so muss er seiner Verehrerin zur Entschädigung ein Geschenk überreichen.

Der Polterabend

Einer der ältesten und bekanntesten Hochzeitsbräuche ist der Polterabend. Gemeinsam mit Verwandten, Freunden und Kollegen kommt das zukünftige Brautpaar, traditionell am Abend vor der Hochzeit, feierlich zusammen. Dabei wird mitgebrachtes altes Geschirr und Porzellan zerschlagen. Dem Aberglauben nach vertreibt der Lärm böse Geister und die Scherben bringen dem Paar Glück. Glas darf jedoch nicht zerschlagen werden, da dies als Unglückssymbol gilt. Dem Brauch nach ist das anschließende Auffegen der Scherben Aufgabe des Brautpaares und soll den Zusammenhalt in der Ehe symbolisieren.

Schuhe mit Pfennigen bezahlen

Dieser Brauch stammt von der alten Tradition ab, dass Töchter mit ihren Eltern schon in jungem Alter mit dem Sammeln der Aussteuer begannen, um sich eine Hochzeit leisten zu können.
Bezahlte eine Braut ihre Brautschuhe mit den gesparten „Pfennigen“ selbst, galt sie als besonders sparsam und treu.
Auch heute noch unterstützen Familie und Freunde gerne die zukünftige Braut beim Sammeln von Centstücken zum Kauf der Brautschuhe.

Geheimes Brautkleid

Sieht der Bräutigam das Kleid der Braut vor der Hochzeit, so soll dies alten Überlieferungen nach Unglück bringen. Auch um den zukünftigen Ehepartner zu überraschen, halten sich heute noch viele Bräute an den Brauch und halten das Kleid bis zur letzten Minuten geheim.

Braut aufwecken

Vor allem in ländlichen Regionen findet man den Brauch des Brautweckens. Üblicherweise verbringt die Braut ihre letzte Nacht vor der Ehe im Haus ihrer Eltern. Traditionell wird sie dann am Morgen der Hochzeit von Freunden mit viel Geschrei und Böllern geweckt. In manchen Fällen rücken zu diesem Zweck auch ganze Schützenvereine und Blaskapellen an. Der dabei veranstaltete Lärm soll den neuen Lebensabschnitt symbolisieren und böse Geister vertreiben.

Eheringe nicht in fremde Hände geben

Der Ehering ist als Symbol der Hochzeit kaum wegzudenken. Doch so schön er auch ist, Sie sollten ihn nicht in fremde Hände geben. Der Aberglaube besagt, dass dies Untreue und Unglück über die Ehe bringt.

Während der Hochzeit

Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes, etwas Blaues

Ursprünglich eine alte englische Tradition, ist es mittlerweile auch in Deutschland bei vielen Bräuten üblich am Hochzeitstag „etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues“ zu tragen.
Das „Alte“ steht für das bisherige Leben der Braut. Da in diesem Lebensabschnitt die Familie besonders wichtig war, fällt die Wahl meistens auf ein Familienschmuckstück. 
Das „Neue“ symbolisiert das zukünftige glückliche Leben in der Ehe. Oft sind dies das Brautkleid oder auch der Brautschmuck.
Das „Geliehene“ wird meistens von der eigenen Mutter oder einer lieben, im Idealfall glücklich verheirateten, Freundin bereitgestellt. Als ein Zeichen der Freundschaft soll es Geborgenheit vermitteln und der neuen Ehe Glück bringen. Häufig erfüllen dies ein Stofftaschentuch, Schuhe oder Schmuck.
Ein Symbol der Treue stellt schließlich das „Blaue“ dar. In Form eines Strumpfbandes, einer kleinen blauen Schleife, einem Stück Stoff oder einem Knopf vervollständigt es den Brauch.

Die Hochzeitskerze

Aus dem Mittelalter stammt der Brauch der Hochzeitskerze, welche die Liebe des Brautpaares zueinander widerspiegeln soll. Auch hat sie nach wie vor für viele Paare eine religiöse Bedeutung. Beliebte Symbole auf Hochzeitskerzen sind Kreuz, Tauben, Ringe und individuelle Gedichte. Traditionell wird sie von der Braut oder den Blumenkinder zur Trauung getragen und an der Osterkerze entzündet. Nach der Hochzeit ist es Brauch, dass das Brautpaar die Hochzeitskerze in der Wohnung aufstellt. Zu besonderen Anlässen oder in schwierigen Zeiten soll sie dann an die gegenseitige Liebe erinnern.

Blumenkinder

Ein schöner Brauch ist es, die Hochzeitszeremonie mit Blumenkindern zu bereichern. Sollte das Streuen von Blüten nach der Vermählung ursprünglich die Fruchtbarkeitsgöttin anlocken und dem jungen Paar viele Kinder bescheren, empfinden in der heutigen Zeit viele Brautpaare Blumenkinder bei einer Hochzeit auch als besonders festlich. Oft ist es außerdem für Kinder von Familienangehörigen und Freunden das Größte, auf diese Art an der Hochzeit teilhaben zu können. Als Alternative zu Blüten werfen Gäste oft auch Reis oder Konfetti oder sie lassen Seifenblasen fliegen.

Cent im Brautschuh

Der Cent im Brautschuh hält die Ehe frei von Geldsorgen. Da dieser Brauch jedoch schnell unangenehme Blasen verursachen kann, kleben Bräute das Geldstück häufig von außen an den Schuh oder nähen es in den Kleidersaum ein.

Bettlaken zerschneiden

Bei diesem Brauch schneidet das Brautpaar mit einer Schere gemeinsam aus einem Bettlaken ein großes Herz heraus. Ist dies getan, trägt der Bräutigam seine Braut durch das Herz symbolisch in das glückliche Eheleben. Hürden im gemeinsamen Leben sollen gemeinsam überwunden werden und der Bräutigam seine Braut immer auf Händen tragen.

Brautstraußwerfen und Strumpfbandwerfen

Ein Höhepunkt jeder Hochzeitsfeier ist das Brautstraußwerfen. Dabei stellt sich die Braut vor ihre unverheirateten weiblichen Gäste, wendet ihnen den Rücken zu und wirft den Strauß. Dem Brauch nach ist die Fängerin des Straußes die glückliche nächste Braut. Das Werfen des Strumpfbandes betrifft im Gegenzug die männlichen Gäste. Hier ist der Fänger angeblich der nächste Bräutigam.

Die Brautschuhversteigerung

Im Rahmen der Hochzeitsfeier findet man ebenfalls häufig den Brauch der Brautschuhversteigerung. Der Braut wird ein Schuh entwendet und die Hochzeitsgäste können ihn dann durch das Abgeben von Geboten „ersteigern“. Das letzte Gebot liegt schließlich beim Bräutigam, wodurch er den Schuh zurückerlangt und seiner Braut zurückgibt. Das gesammelte Geld darf das Brautpaar einbehalten.

Hochzeitstanz

Kaum ein Hochzeitsbrauch ist so bekannt, wie der Hochzeitstanz. Das Brautpaar eröffnet hierbei ganz klassisch mit einem Hochzeitswalzer die Tanzfläche. Je nach Tradition, stimmen nacheinander Trauzeugen und die restlichen Gäste mit ein. In manchen Fällen absolviert die Braut erst auch je einen Tanz mit  Brautvater und Schwiegervater, bis sie schließlich ihrem Bräutigam übergeben wird.

Die Hochzeitstorte

Das gemeinsame Anschneiden der Hochzeitstorte darf auf keiner Hochzeitsfeier fehlen. Braut und Bräutigam symbolisieren dadurch den Zusammenhalt in ihrer Ehe. Der Brauch besagt allerdings auch, dass derjenige, der dabei die „Oberhand“ hat, auch in der Zukunft das Sagen haben wird.

Die Brautentführung

Der mittelalterliche Brauch der Brautentführung beruft sich auf das damalige Recht des Bräutigams als Erster eine Nacht mit seiner Braut verbringen zu dürfen. Später wurde durch den Brautraub zudem der Beschützerinstinkt des Bräutigams getestet. Heute „entführen“ Freunde die Braut und hinterlassen dem Bräutigam Hinweise, wo er diese finden kann. Die Entführer besuchen zwischenzeitlich einige Kneipen, wobei der Bräutigam die getrunkenen Getränke später begleichen muss.  Findet der Bräutigam schließlich seine Braut, muss er sie erst „auslösen“, bevor alle zusammen wieder zur Hochzeitsgesellschaft zurückkehren. Dies ist eine kleine Aufgabe, welche zum Beispiel durch ein Lied des Bräutigams oder Alkohol für die Entführer erfüllt wird.

Nach der Hochzeit

Auto dekorieren

Die Kutsche oder das Auto des Brautpaares zu dekorieren, ist ein weiterer Hochzeitsbrauch. Neben Blumenschmuck und Schleifen, werden oft auch Blechdosen an den Wagen gehängt. Der Lärm vertreibt böse Geister und macht die Gemeinde auf das frisch getraute Hochzeitspaar aufmerksam. Als Unterstützung des Ganzen, bilden die Hochzeitsgäste einen hupenden Autokorso, welcher dem Hochzeitswagen folgt.

Streiche am Ende des Hochzeitstages

Ein besonderer Spaß für Freunde von Braut und Bräutigam ist es, in der Wohnung des jungen Hochzeitspaares ein paar Streiche vorzubereiten. Dinge verstecken, Flure versperren oder mit Luftballons füllen und Wecker stellen sind beliebte Ideen, damit das Brautpaar den Abend noch lange in Erinnerung behält.

Über die Schwelle tragen

Kommt das Brautpaar am Ende des Hochzeitstages zu Hause an, so muss die Braut von ihrem Bräutigam über die Schwelle getragen werden. Dadurch wird sie vor bösen Geistern beschützt, die nach altem Aberglaube unter der Türschwelle lauern.

Die Morgengabe

Meistens am Morgen nach der Hochzeitsnacht überreicht der Bräutigam der Braut die „Morgengabe“. Früher war diese eine Mitgift, bestehend aus Wertgegenständen, Schmuck oder auch Geld und sollte die Braut finanziell absichern. Heute dient sie eher als ein schönes Geschenk und häufig hält auch die Braut eine Kleinigkeit für den Bräutigam bereit.

Einen Baum pflanzen

Manche Hochzeitspaare entscheiden sich mit dem Beginn ihrer Ehe einen Baum zu pflanzen. Die Bäume spiegeln verschiedene Wünsche für das künftige Leben wider. So bedeutet ein Apfelbaum eine kinderreiche, eine Eiche eine beständige Ehe und die Eberesche ein besonders langes Leben.

Regionale Hochzeitsbräuche

Schleiertanz (Mittel-und Norddeutschland)

In vielen Varianten gibt es die Tradition des Schleierabtanzens, welche überwiegend Hochzeiten in Mittel- und Norddeutschland aufgreifen. Je nach Auslegung des Brauches umtanzen beispielsweise alle weiblichen Hochzeitsgäste die Braut und versuchen bei Musikende ein Stück des Schleiers abzureißen. Bei anderen Feiern zerreißt die Braut selbst den Schleier und wirft ihren Gästen die Fetzen zu. Je nach Glauben ist diejenige, welche im Besitz des ersten oder größten Stückes des Schleiers ist, die nächste Braut. Aber auch alle anderen Frauen gehen nicht leer aus: ein Stück vom Brautschleier zu ergattern bringt Glück.

Hahn holen (Münsterland und Emsland)

Beim „Hahn holen“ luden Bekannte früher das junge Brautpaar am Tag nach der Hochzeit zu einem Spaziergang ein. Bei diesem führten sie einen lebendigen Hahn mit, welchen man im Anschluss an den Spaziergang verzehrte. Anstelle des lebendigen Tieres, stellt man in der heutigen Zeit einen Holzhahn auf und isst gemeinsam mit allen, die bei der Hochzeit geholfen haben die Überreste des Hochzeitmahls.

Kranz binden (Bremen)

Zu Beginn des 19.Jahrhunderts kam in Bremen der Brauch des Kranzbindens auf. Dieser fand im Rahmen einer Feier einige Tage vor der Hochzeit statt, welche traditionell die beste Freundin der Braut organisierte. Neben dem Hochzeitspaar, lud man zu diesem Anlass auch Freunde ein. Während der Feier flochten die anwesenden Frauen aus Zweigen einen Brautkranz. Außerdem fertigten sie einen zweiten, etwas kleineren Kranz an. Dieser wurde dann derjenigen aufgesetzt, die Bräutigam und Freunden als die nächste Braut auserwählt hatten.

Gstanzel (Bayern)

Beim „Gstanzel“ muss der Bräutigam im Rahmen der Brautentführung zum Ablösen seiner Braut ein „Gstanzel“, also ein spezielles Lied in Mundart, vortragen.

Wegzoll (Bayern)

Hierbei verlangen die Bewohner des Ortes, teilweise auch nur die Ministranten und Kinder, einen kleinen „Zoll“ von der Hochzeitsgesellschaft. Sie halten Autos an oder sperren ganze Straßen ab und geben diese erst nach einer kleinen Gegenleistung, entweder Alkohol oder Geld, wieder frei.

Hochzeitslader (Bayern)

Der Aufgabenbereich eines Hochzeitsladers umfasst die Planung und Durchführung der Hochzeit, sowie deren Moderation. Der Hochzeitslader kennt sich mit allen traditionellen Bräuchen aus und integriert diese je nach Wunsch. Der Name des „Hochzeitsladers“ leitet sich von seiner ursprünglichen Funktion die Gäste mündlich einzuladen ab und auch heute noch behalten manche Hochzeitspaare diesen Brauch bei. Als besonderes Markenzeichen trägt der Hochzeitslader einen mit bunten Bändern verzierten Stock bei sich. Die Farben der Bänder, rot, blau, grün und weiß, stehen dabei für Liebe, Treue, Hoffnung  und Jungfräulichkeit.

Das Maschkern (Bayern)

Beim „Maschkern“ verkleiden sich Freunde und Bekannte des Brautpaares, um dann mit lustigen Geschichten und Liedern aus dem Leben von Braut und Bräutigam zu erzählen. Besonders beliebt ist die Gestalt der „alten Liebe“, welche dabei noch ein letztes Mal versucht, den Bräutigam für sich zu gewinnen. Dabei übernimmt ein als Harlekin verkleideter Gast die Rolle des Erzählers, während andere als Theaterspieler das Ganze darstellen.

Das Kranzlpaar (Bayern)

Genau wie Trauzeugen im herkömmlichen Sinne, unterstützt auch das Kranzlpaar die Hochzeitsplanung. Wichtig hierbei ist jedoch, dass die Freunde, welche das Kranzlpaar bilden, noch nicht verheiratet sind.
Weiterhin ist es Tradition, dass das Kranzlpaar beim Hochzeitstanz nach dem Brautpaar unbedingt als erstes die Tanzfläche betritt. Schafft das Paar dies nicht rechtzeitig, muss es der gesamten Hochzeitsgesellschafft eine Runde ausgeben.

Häckselstreuen (Bayern)

Das Häckselstreuen ist eine eher ländliche Tradition. Hierbei ziehen Freunde des Brautpaares, ausgehend vom Wohnsitz der Braut, zum Wohnsitz des Bräutigams, wo sie das zukünftige Paar in Empfang nimmt. Auf dem Weg dorthin legen sie eine Spur von Häckseln (Stroh oder Sägespäne) und besuchen vergangenen Partnern von Braut und Bräutigam. Dort angekommen streut die Gesellschaft so lange Häcksel, bis sie der ehemalige Partner mit Getränken versorgt. Diese werden natürlich vorher informiert, damit sie sich auf die Besucher vorbereiten können. Hat der Zug das Brautpaar schließlich erreicht, findet dort eine Feier statt.
Da in der heutigen Zeit Braut und Bräutigam oftmals zu weit auseinander leben, ist dieser Brauch nicht mehr so häufig anzutreffen.

Baumstammsägen (Bayern)

Hierbei muss das Brautpaar gemeinsam einen von den Gästen herangeschafften Baumstamm zersägen. Der Wechsel von Ziehen und Drücken gilt als Zeichen für die Gleichberechtigung bei der Arbeitsaufteilung innerhalb der Ehe. Nur durch Koordination mit dem jeweils Anderen gelingt es, den Stamm zu zersägen. Hier kann das Brautpaar beweisen, dass sie in allen Bereichen ein gutes Team bilden.

Das Kindsbaumstellen (Bayern)

Im südlichen Bayern ist der Brauch des Kindsbaum- oder auch Hochzeitsbaumstellens sehr verbreitet. Dieser Baum soll das Hochzeitspaar daran erinnern, innerhalb von einem Jahr für Nachwuchs zu sorgen. Dazu wird ein bis zu 10m hoher Stamm blau-weiß bemalt und mit Babysachen behängt. Beliebt sind dabei Babyflaschen und Schnuller. An die Spitze des Baumes befestigen die Baumsteller einen Storch. Oft bringen sie auch ein Gedicht an den Baum an, was das Brautpaar an seine „Pflichten“ erinnern soll. Ist das Jahr vorbei und der Nachwuchs ausgeblieben, muss das Brautpaar zum gemeinsamen Essen einladen.

Kannenlauf (Nordrhein-Wesfalen)

Den Brauch des Kannenlaufs findet man  heutzutage vor allem in den ländlichen Regionen Nordrhein-Westfalens wieder. Sämtliche Dorfbewohner versammeln sich nach der Trauung vor der Kirche, von wo aus ein Wettlauf zum Haus der Braut stattfindet. Traditionell belohnt der Brautvater den Sieger mit einer Kanne aus Blech, Silber oder Zinn und einer kleinen finanziellen Spende. Derjenige, der als Zweites das Ziel erreicht, bekommt einen von der Braut gebundenen Besen. Im Anschluss an das Spektakel gehen das Brautpaar und die Hochzeitsgäste dann zur Hochzeitsfeier über.

"Letsch" (am Niederrhein)

Eine Abwandlung des Polterabends, die sogenannte „Letsch“, findet man am Niederrhein. Dieser Brauch stammt von den öffentlichen Bekanntmachungen der Eheschließung ab, wie sie früher üblich waren. Dabei wurde im Rahmen des Gottesdienstes dreimal die anstehende Eheschließung  verkündet. Die Letsch bezeichnete dabei den ersten Aufruf, in dessen Anschluss Bekannte und Freunde sich bei den Brauteltern zu einem Fest zusammenfanden.

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